Der Antrag
Wieder brach ein sonniger Tag im
Königreich Aldair an. Die
Prinzessin Loredana erhob sich von
ihrem Nachtlager und lauschte einen
Moment dem Pfeifen und zirpen der
Vögel, die um das Schloss
kreisten und sich auf den strahlend
weißen Mauern
niederließen. Das Sonnenlicht
fiel durch die breiten Fenster und
überflutete den Raum mit
Licht. Sie kleidete sich in ein
fein verarbeitetes, schlichtes
Gewand, in dem Sie den Tag sich
leicht und frei bewegend verbringen
konnte und verließ danach
sogleich ihre Kemenate. Wie
üblich machte sie einen
Rundgang durch das Schloss, um sich
dann zum Frühstück im
großen Saal des Schlosses
einzufinden. Das
Frühstück verbrachte sie
heute ohne ihren Vater, den
König. Sie war umgeben von
wenigen emsigen Dienern und einer
Zofe, die sich allesamt freundlich
um ihr Wohl mühten. Noch immer
etwas schläfrig nahm die
Prinzessin das Frühstück
zu sich.
Ihr Vater war bereits im
Morgengrauen zu Pferde mit seinen
Männern für einige Tage
auf die Jagd ausgezogen. Die
königliche Tafel sollte mit
frischen Rebhühnern, Wild und
Hasen angereichert werden, denn es
stand in Bälde eine
große Feierlichkeit ins Haus:
die Tochter des Königs hatte
in wenigen Tagen ihren achtzehnten
Geburtstag, viele Gäste waren
dazu geladen und würden in
nächster Zeit bei Hofe
eintreffen. Sicherlich würden
alle Gäste erscheinen, denn
die Prinzessin befand sich nun in
einem heiratsfähigem Alter und
nicht wenige Fürsten und
Adlige erhofften sich in die
Familie des Königs einheiraten
zu können und so zu noch mehr
Ruhm und Macht zu gelangen. Dennoch
war dem König wichtig, daß
die Gefühle seiner Tochter
geachtet würden und so war
noch kein Bräutigam
ausgewählt. Die Liebe sollte
eine Chance bekommen. Denn es war
auch die Liebe zu seiner
verstorbenen Gattin und seiner
Tochter, die den König
antrieb.
Die Prinzessin begab sich nun in
die Küche und die
Wirtschaftsräume des
Schlosses, um ihren Verpflichtungen
als Hausherrin nachzukommen. Es
galt zu organisieren, zu planen,
Entscheidungen zu fällen und
bei den Vorbereitungen für das
bevorstehende Ereignis zur Hand zu
gehen. Sie beratschlagte gerade
über die Möglichkeiten,
der kühleren Jahreszeit besser
zu begegnen, als von den
Wachtürmen ein Ruf
herüberschallte: „Es
kommen Leute zur Burg!“ Einer
der Wächter hatte am Horizont
eine Gruppe von Reitern entdeckt.
Sofort eilte die Prinzessin und
ihre Zofen zu den Zinnen um
nachzusehen wer da wohl zu Besuch
komme. Genau konnte man noch nichts
erkennen, man sah nur daß es
eine größere Gruppe von
Reitern war, die sich der Burg
näherten. Aber allmählich
wurden die Umrisse der Schar
deutlicher.
Die Gruppe bestand aus etwa zwanzig
Reitern, die sich ziemlich rasch
dem Schloss näherten. Als sie
noch näher kamen konnte man
erkennen, daß sie alle
schwarz gekleidet waren und
allesamt auf schwarzen Pferden
ritten. Der Anführer der
Gruppe ritt nun voraus, gefolgt von
einem Reiter mit Banner.
„Wenn das keinen Ärger
bedeutet will mich Turluc sofort zu
sich holen“ sagte einer der
Wächter die das Geschehen
konzentriert verfolgte. Turluc war
einer der obersten Götter der
Dwarfs. „Was meinst du damit
?“ fragte ihn Loredana mit
leichtem Unbehagen in der Stimme.
„Es ist das Banner von
Chakka!!!“ teilte der
Befragte mit nicht zu
überhörendem Unbehagen in
der Stimme mit. „Was wollen
die denn hier?“ Die Reiter
hatten das Schloss fast erreicht,
jetzt konnte man deutlich ihre
Gestalt erkennen. Der Anführer
war gekleidet in eine schwarze,
lederne Hose und ein fein
gegerbtes, lockeres Lederhemd.
Darüber trug er einen
herrlichen dunklen Pelz aus der
Haut des seltenen Marguttigers. An
seiner Seite hing ein langes
Schwert mit goldenem Knauf und in
seinem Gürtel steckten mehrere
lange Messer. Sein Gesicht verbarg
ein schwerer Eisenhelm. Er ritt
einen herrlichen Rappen der –
selbst für diese Tiere –
außerordentlich groß
war und einen wilden,
ungezügelten Eindruck machte.
Seine Hufe scharrten auf dem Boden,
die Augen des Tieres ruppten
aufmerksam hin und her, die bei
jeder Bewegung zuckenden Muskeln
des Tieres zeichneten sich deutlich
unter seinem glänzenden Fell
ab. „Agrawan.“ Der
Wächter zischte den Namen
verächtlich aus.
„Agrawan?“ Prinzessin
Loredana wiederholte den Namen
ungläubig. “Was will
denn der grausame König der
Turk in unserem friedlichen Land?“
Ich hoffe er will nicht das, was er
sonst am liebsten macht“,
entgegnete der Wächter,
“nämlich plündern
und brandschatzen!“.
“Wir wollen ihn in Frieden
und als Gast empfangen und fragen,
was sein Begehr ist“, sagte
die Prinzessin. “Empfangt ihn
wie ein König zu empfangen
ist.“ Sie eilte die
Steinstufen hinab und versuchte zu
wirken, als bliebe sie Herrin der
Lage, doch in ihrem Bauch
preßte ein Gefühl des
Unbehagens ihre Gedärme
zusammen. Sie wußte daß
dieser Besuch nichts Gutes mit sich
bringen konnte und hoffte auf ein
glimpfliches Ende.
Hastig eilte sie in den
Empfangssaal und nahm auf dem Thron
ihres Vaters platz. Ihr Gesicht
wirkte stolz, wie es sich für
eine Prinzessin gehört - aber
in ihr pochte ihr Herz so stark,
daß sie glaubte nicht nur sie
könne es hören und sie
damit verraten. Ihre Zofe stand
neben ihr und Loredana spürte,
dass auch sie sehr unruhig war und
sogar zitterte. Die schwere
Tür des Saals schwang auf und
herein trat Agrawan, mit stolzem
Schritt und dem Anmut eines
Kriegers - nicht dem schnellen,
grimmigen Gang eines
Plünderers. Für einen
kurzen Moment zweifelte die
Prinzessin ob die Geschichten
über ihn wahr seien. Doch bald
rissen seine Worte sie aus ihren
Gedanken in die Realität
zurück. „My Lady“
– er verbeugte sich
demütig vor ihr und sprach
weiter „verzeiht mir, dass
ich unangemeldet in Eure Gefilde
eindringe - ich bin auf der
Durchreise und war die ganze Nacht
hindurch zu Roß unterwegs.
Meine Reiter sind müde und die
Pferde brauchen dringend Rast.
Bitte erlaubt mir und meinen
Leuten, einige Stunden hier bei
euch zu Ruhen.“
Überrascht von dem Wohlklang
seiner Worte und seiner scheinbar
friedlichen Absicht musste sie erst
nach Worten passenden Worten
suchen. „Gerne, edler
Agrawan, gewähre ich euch
einen Platz zur Ruhe. Flamark, mein
Diener wird euch den Weg weisen.
Seid mein Gast. Und sollte es euch
an irgendetwas mangeln, so scheut
euch nicht es mich wissen zu
lassen. Fühlt euch in meinem
Schloß ganz wie zuhause.“
Agrawan verneigte sich demütig
und folgte dem Diener der
Prinzessin. Es war die Zofe, die
Loredana wieder auf den Boden der
Tatsachen zurückholte.
„Prinzessin, bei allem was
ihr gehört und eben gesehen
habt - vergesst nicht… er
ist ein Scharlatan, ein Wilder der
sich nicht scheut, ganze
Dörfer abzubrennen und selbst
Frauen und Kinder nicht verschont.
Ich bitte euch - nehmt euch in Acht
vor diesem Barbaren!“. Aber
irgendetwas gefiehl der
Königstochter an dem Fremden,
ließ ihn faszinierend
erscheinen… waren es seine
großen Augen? So ganz ohne
Zorn schienen sie die Prinzessin
angeblickt zu haben. Seine
grün-blauen Augen wirkten
strahlend, beinahe freudvoll...
beängstigt und aufgeschreckt
von ihren eigenen Gefühlen
nickte sie ihrer Zofe einfach zu.
Der Tag stand in der höchsten
Sonnenstunde und Loredana machte
gerade ihren Spaziergang im Wald
machte. Da blieb sie plötzlich
wie angewurzelt an ihrem See
stehen. Sie traute ihren Augen
kaum, denn in ihm schwamm ein Mann,
der sich offenbar unbemerkt
wähnte. Er bewegte sich
anmutig wie ein Fisch, aber
prustete und lachte auch vor
einfacher Freude eines Bades im
See. Sie versteckte sich hinter den
Büschen und beobachtete ihn
weiter. Es war nicht viel von ihm
zu sehen. Nur sein Rücken, der
übersäht war von Narben
und Striemen, die wohl von
Peitschenhieben oder Messern
stammen mussten. Als sich der
Körper aus dem See hob
erkannte sie ihn. Es war Agrawan!
Aus irgendeinem Grund konnte sie
ihren Blick nicht von ihm wenden.
Sie stellte fest, dass er
eigentlich nicht besonders
muskulös war - ganz anders wie
in der Kunde, die über ihn
verbreitet wurde. Plötzlich
wurde ihr Blick geblendet - von
einem hellen Gegenstand der in der
Sonne funkelte. Sie kniff die Augen
zusammen und hielt sich die Hand
vor Augen, um besser erkennen zu
können, was der blitzende
Gegenstand wohl sei. Viel konnte
sie von dem Metallenen Ding, das
sie blendete, nicht erkennen. Denn
schnell zog Agrawan seine Kleidung
an. Er hob seinen Kopf als habe er
irgendetwas gehört und drehte
den Kopf gerade hin zu dem
Gebüsch in dem sie saß -
ihr wurde Angst und Bange bei dem
Gedanken daß er sie entdeckt
hatte! Sie wollte sich unsichtbar
zu machen wie sie es als Kind schon
oft versucht hatte nachdem ihr
Vater sie bei Dummheiten erwischte.
Es funktionierte natürlich
nicht. und seine Schritte kamen
näher heran. Für einen
kurzen Moment dachte sie daran,
einfach wegzulaufen - doch zu
spät. Er sah in ihr Gesicht
und sie spürte wie ihr die
Schamesröte ins Gesicht stieg,
anstatt bleich und starr zu werden
vor Angst! Kein einziges Wort kam
über seine Lippen. Nur ein
sanftes Lächeln erschien auf
ihnen. Seine starken Hände
näherten sich ihrem Gesicht
und streichelten zärtlich
darüber. Er lächelte sie
an. Dann drehte er sich um und ging
einfach davon. Diese Berührung
hatte viel in ihr ausgelöst -
sie geradezu elektrisiert. Immer
noch durcheinander von dem eben
Erlebten trat sie langsam ihre
Rückkehr ins Schloß an.
Dort angekommen wurde ihr nochmals
von den Wächtern zur
äußersten Vorsicht
geraten. „Wenn euer Vater
hier wäre, dann hätte er
den Barbaren schon lange gen
Süden geschickt - auf nimmer
Wiedersehn!“ Loredana sah den
Wächter wütend an:
“Solange ich hier das Sagen
habe behandelt jeder von euch
Agrawan mit Würde und Anstand
- er ist mein Gast – also
behandelt ihn auch als solchen!“
Mürrisch nickten die Bewacher
der Prinzessin zu. Sie sah dem
Lagertreiben der schwarzen Reiter
eine Weile zu, als sie eine alte
knochige Hand auf ihrer Schulter
spürte: es war Gargoyle, der
engste Vertraute des Königs.
Sein weises Wesen war im ganzen
Lande bekannt. „Mein Kind,
ich sehe einen Kampf um Leben und
Tod! Ich höre schreie - sehe
den Tod! Seine Ankunft bringt nur
Unheil- … ich bitte euch -
verweist ihn des Schlosses!“
Als Loredana sich weigerte sah er
sie lange an und umfasste mit
beiden Händen ihre Stirn.
„Was ich durch Deine Augen
sehe, mein Kind - vermag ich gar
nicht wiederzugeben! Aber - noch
bevor der Mond drei weitere Runden
um die Erdenscheibe gedreht hat -
wirst Du sterben! Und Du wirst
wissen wofür!“
Erschrocken sah sie ihn an!
„Alter Mann, hast Du wieder
zu tief ins Metfaß gesehen?
Belangt mich nie wieder mit euren
Zaubermärchen!“ -
wütend drehte sie sich um und
ging davon. Der Tag neigte sich dem
Ende und der Mond ging auf - so
voll und klar wie selten zuvor.
Während des gemeinsamen
Nachtmahls mit ihren Gästen
trafen sich die Blicke von Agrawan
und Loredana immer und immer
wieder. Irgendwann stand er wortlos
auf und wies ihr, es ihm nachzutun!
So gingen sie schweigend im
Schloßgarten nebeneinander
her und spazierten durch den vom
Mond hell erleuchteten Ort. Durch
die Nacht silbern anmutendes Gras
mit weißen Blüten
bildete eine sanfte Decke auf dem
Boden. Mit einem Loch darin, ein
Teich, in dem sich die glitzernden
Sterne und der Mond friedlich
spiegelten. Plötzlich blieb er
stehen und zum ersten Mal sah sie
direkt in seine großen Augen.
Wie klar und glitzernd sie waren -
wie gefüllt von Traurigkeit.
„Prinzessin“,
stotterten seine sonst so klaren
Worte, „verzeiht mir aber ich
bin nicht nur der Rast wegen hier!
Von überall her hörte ich
von eurer Schönheit, fand beim
ausrauben des Schlosses von
König Haldir euer Gemälde
und kann seitdem nicht mehr
schlafen, in mir wuchs jeden Tag
der Wunsch euch kennen zu lernen,
der nur durch das Glück euch
gegenüber zu stehen
gesättigt wurde. Ich bin
tausende von Tagesritten von meinem
Königreich entfernt - für
ein paar Augenblicke mit euch!“
Sie stand da und wusste keine Worte
der Erwiderung. Noch ehe sie etwas
sagen konnte spürte sie seine
Lippen auf ihren. Sie zitterte vor
Erregung. Er sah sie mit seinen
funkelnden Augen an und sah dann
hoch in den Himmel, „der
Himmel ist mein Zeuge, ich liebe
euch und ich will euch mitnehmen in
mein Königreich! Da aber euer
Vater niemals von sich aus
zustimmen würde werde ich ihn
auf seinen Kreuzzügen
unterstützen! Gleich morgen
früh werde ich ihm
entgegenreiten. Die Sterne sind
meine Beschützer und sollen
euch durch ihr scheinen an mich
erinnern und euch zeigen, daß
ich noch lebe! Dann küsste er
sie sanft auf den Mund. Sie
erwiderte den Kuß, beide
umfaßten sich und dann sanken
Sie auf ein weiches Bett aus Gras
und Moos. Sie liebten sich im
Mondschein unter dem Schutz der
Nacht. Sie reichte ihm ihr
Medaillon, das sie um ihren Hals
trug. Ein keltischer Knoten, der
ihm als Schutz dienen und ihn an
ihre Liebe erinnern sollte. Er band
es sich um den Hals und ging. Und
noch bevor der Morgen graute ritt
er mit seinem Gefolge von dannen.
Schon fast im Tal verschwunden sah
er sich noch einmal um und ließ
seinen kraftvollen Rappen steigen.
Sie spürte, wie ein
unbehagliches Gefühl in ihr
hinaufkroch ! Die Tage vergingen
ohne daß sie etwas von Ihm
hörte. Und in ihr wuchs der
Verdacht, daß seine Worte die
eines Lügners gewesen waren,
der nur ihre Unschuld wollte. Sie
sank immer tiefer in ihre Trauer,
verlor mehr und mehr das Lachen und
ertrank beinahe darin! War alles
eine Lüge gewesen? Hatten ihre
Berater am Ende doch recht? Hatten
diese Augen sie belogen? Doch die
Sterne in der Nacht gaben ihr
Vertrauen. „Jeder Stern ist
ein Kuss des Himmels- von mir
für Dich“ hatte er ihr
zugeflüstert! Sie weinte
bitterlich! Nach einigen Tagen
hörte sie wieder Rufe
„Reiter nähern sich der
Burg“ - müde raffte sich
Loredana auf und ging wieder mit
ihrer Zofe zu den Zinnen - so wie
an jenem bedeutungsvollen Tag. Aber
schon schnell erkannte sie das
Banner ihres Vaters und ein
lächeln ging über ihr
Gesicht. Jetzt- ja jetzt würde
alles gut werden! Sie wartete wie
ein kleines Kind darauf, dass ihr
Vater den Raum betrat und sie
endlich in den Arm nahm!
„Hast Du mir etwas
mitgebracht, Vater?“
schnellte sie ihm entgegen.
„Nicht so hastig meine
Kleine“ sagte er und legte
erstmal seinen schweren Mantel ab.
„Ja natürlich habe ich
meiner Tochter etwas mitgebracht!
Sieh, ist das nicht wundervoll?“
Er hielt etwas Metallenes hoch und
ihr gefror das Blut in den Adern-
Tränen schossen in ihre Augen!
„Das meine liebe Loredana,
schnitt ich unserem
größten Feind, Agrawan,
vom Halse! Er viel mir zum Opfer in
einem Tal etwa drei Tagesritte von
hier! Wie unvorsichtig er war!
Faselte etwas von Liebe und
Versöhnung -ha- könnt ihr
euch meinen Triumph vorstellen als
ich ihm mit meinem Messer die Kehle
durchschnitt und ihn dann
vierteilen ließ?“
Loredana stand auf, nahm das
Medallion was sie erst
unlängst aus ihrer Hand gab
und schrie ihren Vater an, weinte
bitterlich - dieser verstand die
Welt nicht mehr! Sie wurde immer
verzweifelter und lief davon! Sie
rannte und rannte… wenn sie
müde war schlief sie und wenn
sie hungrig war aß sie - aber
sie rannte und rannte! Wie lange
sie lief konnte sie nicht mehr
spüren - aber sie hatte nur
noch ein Ziel - Ihn zu finden! Ein
altes Mütterlein kannte die
Stelle der Schlacht und führte
sie hin. Langsam und andächtig
lief sie über das Feld -
Schwarze Reiter und die Reiter
ihres Vaters lagen zermetzelt
durcheinander - und plötzlich
konnte sie die Worte Gargoyls
verstehen! Und sie wußte was
sie zu tun hatte! Als sie seinen
leblosen Körper sah schrie sie
ihren ganzen Schmerz aus sich
heraus und fiel in sich zusammen,
nahm ihn ein letztes Mal in den Arm
und nahm das Medaillon aus ihrer
Tasche! Sie sah in den Himmel!
„Ihr Sterne scheint nicht
mehr! Mit seinem Leben ist auch
euer Glanz erloschen! Ich bitte
euch holt mich zu euch- zu ihm!
Nicht einen Tag will ich leben ohne
ihn!“
Nach drei Tagen starb sie in seinem
Arm. Genau drei Monde nach dem sie
ihn zum ersten Mal gesehen hatte.
Gargoyle hatte recht behalten - Sie
wußte wofür sie starb.
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Die Geschichte vom Blumentopf und dem Bier
Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse
und hatte einige Gegenstände vor sich. Als
der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr
großen Blumentopf und begann, diesen mit
Golfbällen zu füllen. Er fragte die
Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten
dies.
Dann nahm der Professor ein Behältnis mit
Kieselsteinen und schüttete diese in den
Topf. Er bewegte den Topf sachte und die
Kieselsteine rollten in die Leerräume
zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die
Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie
stimmten zu.
Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit
Sand und schüttete diesen in den Topf.
Natürlich füllte der Sand den kleinsten
verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der
Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten
einstimmig mit Ja.
Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem
Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt
in den Topf und füllte somit den letzten
Zwischenraum zwischen den Sandkörnern aus.
Die Studenten lachten.
Nun, sagte der Professor, als das Lachen langsam
nachließ, ich möchte, dass sie diesen
Topf als Repräsentation ihres Lebens ansehen.
Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in
ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre
Gesundheit, Ihre Freunde, d.h. die bevorzugten, ja
leidenschaftlichen Aspekte ihres Lebens. Wenn in
Ihrem Leben alles verloren geht und nur noch diese
Golfbälle verbleiben würden, wäre
ihr Leben trotzdem noch erfüllt.
Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge
im Leben, wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der
Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten.
Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben, fuhr
der Professor fort, ist weder Platz für die
Kieselsteine noch für die Golfbälle.
Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn sie all
Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten
investieren, werden sie nie Platz für die
wichtigsten Dinge haben.
Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück
gefährden. Spielen sie mit den Kindern.
Nehmen Sie sich Zeit für medizinische
Untersuchungen. Führen Sie Ihren Partner zum
Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben, um das
Haus zu reinigen oder andere Pflichten zu
erledigen. Achten Sie zuerst auf die
Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig
sind.
Setzen Sie ihre Prioritäten. Der Rest ist nur
Sand.
Einer der Studenten erhob die Hand und wollte
wissen, was denn das Bier repräsentieren
soll. Der Professor schmunzelte: Ich bin froh,
dass Sie das fragen. Es ist dafür da, Ihnen
zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch
sein mag, immer noch Platz ist für ein oder
zwei Bierchen. )
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